Weindegustation 2021


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Donnerstag 02.12.2021 ab 16 Uhr

Freitag 03.12.2021 ab 16 Uhr

Samstag 04.12.2021 ab 14 Uhr



Liebe Weinfreunde


2021 das Jahr der Extreme?!


Die Tage verkürzen sich, der Nebel legt sich mit seiner Feuchtigkeit über das Land. Deutliche Zeichen, das sich die Vegetation der Winterruhe nähert.


Es ist Zeit für mich, um einen Moment innezuhalten. Die Auf und Abs des Landwirtschaftsjahres 2021 auf dem Spatzehof waren herausfordernd, anstrengend und etwas Nerven zehrend. Vieles konnte aber auch mit Leichtigkeit, Freude und Gelassenheit erledigt werden.


Beginnen wir ganz am Anfang des Jahres: Mitte Januar wurde die Ostschweiz unter einer Jahrhundert Schneedecke begraben. Die Freude bei Kindern, Kühen aber auch Erwachsenen überwogen bei Weitem die Probleme im Verkehr mit den Schneemassen. Keine 10 Tage später setzte Regen und Tauwetter dem tollen Weiss ein jähes Ende. Die Enten badeten auf den Seen in den Feldern.



So starteten wir mit genug Wasser im Boden in die Vegetation. Anfang April legte sich dann ein Kaltluftsee über uns, der etliche Frostnächte verursachte, mit ersten Frostschäden an Knospen von Apfelbäumen. Mit etwas Geduld konnten wir das Heu bei guten Bedingungen gegen Ende Mai einbringen. Die kühlen Temperaturen verzögern das Austreiben und den Blühet der Reben um zwei Wochen.


Ab Mitte Juni bis weit in den August hinein war es vor allem der Regen, der das Zepter übernahm. Da war ich als Landwirt gefordert, die Freude an der Arbeit nicht zu verlieren. Die Pilzkrankheiten bei Obst und Reben waren als Biobauern eine Herausforderung. Die Böden waren inzwischen so nass, wie ich mich nicht erinnern kann.


Mit Beginn der Ernte von Äpfeln und Trauben ab Mitte August wurde die Feuchtperiode durch einen trockenen schönen Herbst abgelöst, so dass ich jetzt teilweise versöhnt auf das Landwirtschaftsjahr 2021 blicken kann.


Hier einige Bildimpressionen vom Leben auf dem Spatzehof.



Die Arbeit wird nicht weniger, meine Lebensjahre schlagen sich auf meine Arbeitsintensität nieder. Andres unserm Sohn ermöglichen wir ab dem Januar 2021 etwas Lebenserfahrung ausserhalb vom Spatzehof zu erlangen. Wir zählen seit dem 1.Mai auf eine Mitarbeiterin, sie unterstützt uns mit viel Interesse und Freude auf dem Hof.


Die Extreme schwappten im laufenden Jahr irgendwie auch auf das Leben in unserer Gesellschaft über. Da wurden am 13. Juni die beiden Initiativen abgelehnt, persönlich hätte ich eine ökologischere Ausrichtung unserer Landwirtschaft mit Einbezug von den Konsumenten sehr begrüsst, schade! Und dann ist da noch die Pandemie, auch sie fordert unsere Gesellschaft extrem. Der Ausgang dieser ist nach wie vor ungewiss.











In vino veritas, (im Wein liegt die Wahrheit), vielleicht, vielleicht auch nicht. Wir freuen uns, wenn Ihr euch Zeit nehmt in diesem Jahr der Extreme, Zeit in unserer Bauernstube unsere Weine zu probieren und vielleicht über die eine oder andere Wahrheit zu philosophieren.







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